Nicole Weidner und Ariano: Winterarbeit und die Saison 2017

20.12.2017  |  Erfahrungsbericht
Guten Morgen Herr Conzet, guten Morgen liebes dt-Team,

das Jahr 2017 neigt sich jetzt mit rasanter Geschwindigkeit dem Ende zu und auch der Winter hat uns jetzt so richtig in der Hand – allein heute morgen liegen hier im Oberbergischen 20 cm Neuschnee. Zeit, die vergangene Saison noch einmal Revue passieren zu lassen.

Ich kann immer noch nicht fassen, was für einen Weg Ariano und ich schon zusammen zurückgelegt haben. Angefangen von der ersten A Dressur bis hin zu den ersten Starts in der Klasse S. Und immer wieder macht es Spaß, zusammen neue Aufgaben in Angriff zu nehmen und Ziele für das neue Jahr zu setzen. Im Moment ist bei uns erst einmal Winterarbeit angesagt und die haben wir ab November ganz gemütlich angehen lassen. Wir waren viel im Gelände unterwegs. Hier im Oberbergischen ist das tatsächlich doch recht anstrengend, da doch immer wieder der ein oder andere Berg "im Wege steht" und es zu klettern gilt. So "verrückt" Ariano früher noch im Gelände war – so gechillt ist er heute. Egal ob Rehe, Fußgänger oder umgestürzte Bäume, ihn kann nichts aus der Ruhe bringen. Und nach einem rasanten Galopp ist es überhaupt kein Problem, die nächsten Kilometer ganz in Ruhe im Schritt am langen Zügel zurück zu legen – ein Luxus, den ich mit den Warmblütern aus früheren Zeiten nicht immer gehabt habe.

Aber natürlich besteht unser Alltag nicht nur aus Ausritten. Wir arbeiten jetzt gesteigert an den Lektionen der Klasse M** und S. Habe ich zu Anfang der Saison 2017 noch gedacht, diese verflixten Galopptraversalen nie in den Griff zu bekommen, so ist das jetzt eine unserer liebsten Lektionen geworden. Ähnlich sieht es mit den Pirouetten aus. Hat Ariano erst einmal begriffen wie so eine Lektion funktioniert, bietet er sie immer und immer wieder an. Angefangen von den viertel Pirouetten sind wir mittlerweile in der Lage, wirklich ansehbare ganze Pirouetten zu reiten. Ein weiteres Ziel ist es immer noch, den Trab weiter zu verbessern. Natürlich wird Ariano niemals so erhaben traben können wie ein langbeiniger Warmblüter. Aber es gibt immer Luft nach oben und wir bemühen uns stetig, die Lastaufnahme und Versammlung zu verbessern.

Wenn ich da auf die Saison 2017 zurückblicke, dann habe ich sofort das Turnier in Nachrodt Wiblingwerde im Kopf – für mich eines der schönsten Erlebnisse 2017. Dort sind wir in einer M und einer S Dressur gestartet. In der M Dressur durften wir uns über einen tollen 5. Platz freuen. Aber viel schöner als die Platzierung in der M Dressur war der Kommentar eines Richters auf dem Protokoll der S Dressur: "Eine grandiose Leistung für ein Pferd dieser Rasse!" und eine Wertung von 64%. Ein schöneres Kompliment konnte uns niemand machen.

Überhaupt ist die Saison 2017 ein ganz großer Erfolg für uns gewesen. Allein 41 Platzierungen in der Klasse M, davon allein 22 unter den ersten 4, ist schon viel mehr, als ich zu träumen gewagt habe. Und dazu auch noch zwei Platzierungen in der Klasse M** haben den Traum perfekt gemacht.

Um Punkte für die im August 2018 anstehende Europameisterschaft der Haflinger zu sammeln, sind wir in diesem Jahr auch noch in Prüfungen der Klasse L Kandare am Start gewesen. Hier konnte Ariano sich 34 mal platzieren, davon allein 23 mal unter den ersten drei.

Ziel für die kommende Saison sind Starts in den Klassen M, M** und S sowie die Teilnahme an der Europameisterschaft der Haflinger im August 2018 in Stadl Paura.

Ich möchte für alle Kritiker gerne noch einmal darauf hinweisen, dass Ariano ausschließlich mit dem Butterfly Sattel Model Uta Gräf geritten wird, angefangen von der ersten A Dressur bis hin zur Klasse S. Und nach wie vor sind wir begeistert von diesem Sattel.

Abschließend möchte ich allen dt-Mitarbeitern ein frohes Weihnachstsfest im Kreise der Liebsten und einen guten Rutsch ins Jahr 2018 wünschen.

Ganz liebe Grüße, Ariano und Nicole Weidner